GREGOR PFEFFER

„Jetzt haben Sie gar nicht danach gefragt, worauf wir uns vorbereitet hatten.“

13-Kanal Audio-Installation

Spreeviera Galerie
Berlin
2015

Die Arbeit „Jetzt haben Sie gar nicht danach gefragt, worauf wir uns vorbereitet hatten“ entstand im Rahmen der Ausstellung »Picasso ist gut, aber ich bin besser« des Modellprogrammes »Kulturagenten für kreative Schulen«. Ausgangspunkt waren Interviews mit unterschiedlichen Projektbeteiligten, die vor Ort in Kulturinstitutionen, in Projektschulen oder in Ateliers beteiligter Künstler_innen entstanden. Die einzelnen Aussagen der Interviewpartner_innen werden in der Installation von ihren Projektbezügen entkoppelt. In der zufälligen Auswahl der Kopfhörer entstehen immer wieder neue Kontexte und Aktualisierungen des Sinns. Die Audioinstallation sensibilisiert für Nuancen und Abweichungen des Sinns und versucht somit der Differenzialität in den Projekten und Prozessen gerecht zu werden.

1000kHz

36 Radio-Transmitter (Sendefrequenz 1000kHz)

Sound Studies Masterausstellung
Altes Kühlhaus - Berlin
2015

1000kHz ist der Versuch, mit Hilfe des Massenmediums Radio, künstlich eine Masse zu erzeugen. Jeder Sender sendet jeweils eine Überschrift eines Aphorismus aus dem ersten Teil von Minima Moralia von Theodor W. Adorno. Dem Besucher und der Besucherin steht es frei einen der 36 Transmitter mit nach Hause zu nehmen. Damit wird er oder sie Teil jener Masse, deren Zerstreuung im gleichen Moment beginnt - die ihrer Auflösung nicht entgehen kann. Derjenige, der einen Transmitter an sich nimmt und in die Welt trägt, zerstört, bzw. verdünnt die Strahlkraft und das gemeinsame Ziel der Verbreitung der Idee. Er fragmentiert die sendende Gesamtmenge, extrahiert die einzelnen Informationen aus dem (räumlichen und sinngebenden) Kontext, welche dann in der Welt bis zu ihrem Versiegen wirken. Er oder sie wird zum Träger einer Idee, die sich durch die Verbreitung gleichzeitig auflöst. Eine gemeinsame Massenseele wird in dem Moment, in dem sie entsteht, zerstört.

singing stones

4-Kanal Audio Installation

Created on location at Ponta do Sol for Madeira Micro International Film Festival. Using field recordings made on site in and around Madeira five individual works have been created from the same source sounds. Speakers have been specifically installed in unconventional playback situations or hidden from public view at three locations embedded within the architecture of the 1930´s Cine Sol building.
Group work with: Jacob Eriksen, Lukas Grundmann, Jasmine Guffond and Martyna Poznanska

Stream/Download

MMIFF Festival
Ponta do Sol - Madeira
2014


Zeitkristall

2-Kanal Audio Installation

„Der Kristall tauscht unaufhörlich die beiden Bilder aus, die ihn konstituieren, das vorübergehende aktuelle Bild der Gegenwart und das sich bewahrende virtuelle Bild der Vergangenheit“
Gilles Deleuze

Der Kelleraum wird zum akustischen ZeitKristall, in welchem Vergangenheit und Gegenwart nicht getrennt voneinander stattfinden, sondern in jedem Augenblick koexistieren. Er behält dabei seine Funktion als Aufbewahrungsort, in dem alles, was in der Zeit von 48h Neukölln akustisch in ihm stattfindet, archiviert wird.

48h Neukölln
Berlin
2014

0.7 0.9 0.9 0.7 2.3 2.3 1.1

2-Kanal Audio Installation

„Bei aller Musik ist der Geist des Raumes für den Sie bestimmt war in die Töne eingegangen“
Arnold Schering

Eine für die Ausstellung erstellte Komposition, deren Grundlage die Schlussakkorde der neun Sinfonien sind. Kompositorische Grundlage sind die, von Stefan Weinzierl erstellten Daten, die sich aus den Raumanaylsen und Berechnungen von Raummodellen der Konzerträume in denen die neun Sinfonien uraufgeführt wurden, ergeben. Die Komposition bezieht sich auf das Vergangene/Ausgeklungene und transferiert das nicht mehr Hörbare in abstrakter Form in das Hier und Jetzt.



Klangfarbe Ludwig
Nikolaisaal - Potsdam
2014

Endlich

raum 365
Leipzig
2013

vertical sense

2-Kanal Audio Installation


Vertical Sense ist eine Klanginstallation, die speziell für das HARMOS Plural Festival, das vom 18. bis zum 28. September 2013 in Porto stattfand, entwickelt wurde. Die Installation war im Schacht eines Fahrstuhls des Festivalgebäudes platziert. Mit Hilfe von Feedbackschleifen wurde ein komplexes und sich ständig erneuerndes Klanggebilde erzeugt, das in erster Linie in der Fahrstuhlkabine wahrgenommen werden konnte und das durch die Bewegung der Kabine beeinflusst wurde.
Gruppenarbeit mit: Thomas Kusitzky, Felipe Sánchez Luna

HARMOS Plural Festival
Porto - Portugal
2013